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Am 4. Mai bleiben die Kirchen nachts offen
Am 4. Mai bleiben die Kirchen nachts offen

Am 4. Mai bleiben die Kirchen nachts offen

Die Pfarrei Liebfrauen plant für Freitag, den 4. Mai, eine Nacht der offenen Kirchen". Pastoralreferent Matthias Russ erklärt die Idee.

Kundschafter-Gruppe plant „Nacht der offenen Kirchen“

Pfarrei Liebfrauen setzt Kirchenentwicklung in die Praxis um
Kundschafter-Gruppe plant „Nacht der offenen Kirchen“ am 4. Mai

WESTERBURG. Nach der Gründung der Pfarrei Liebfrauen Westerburg wurde nach einem Reflexionstag eine kleine „Kundschafter-Gruppe“ gebildet. Diese hat den Auftrag, neue Formen zu entwickeln, um Menschen kirchlich anzusprechen. „Wir merken, dass die alten Formen nicht oder immer weniger greifen, dass wir in vielen traditionellen Bereichen immer größeren Schwund haben“, beschreibt Pastoralreferent Matthias Russ die Entwicklung. Diese werde einerseits durch den Demographischen Wandel beeinflusst, andererseits schwinde bei vielen zunehmend das Interesse für kirchliche Angebote.
In der geplanten „Nacht der offenen Kirchen“ am Freitag, den  4. Mai, werden unter dem Motto „Leuchtfeuer“ in allen zehn Kirchorten Veranstaltungen im Kirchraum angeboten. „Das Polarlicht des Nordens hat uns für den Titel inspiriert, Phantasie zu entwickeln, um die Leute auf kirchliche Angebote aufmerksam zu machen. Besonders wichtig sei es der Vorbereitungsgruppe, dass „die Leute die Ortsgrenzen verlassen und rein nach Interesse entscheiden, wohin sie gehen.“ Für ein bisschen Erstaunen habe bei der Planung gesorgt, dass zum Beispiel eine Bastelgruppe für eine Friedenslichtlaterne bewusst im Kirchenraum angeboten werde. „In der Kirche kommen Menschen mit einer bestimmten Weltanschauung zusammen. Was dann im Namen Jesu dort gemacht wird, das ist zweit- oder vielleicht sogar drittrangig", findet Russ. Als weitere geplante Programmpunkte  seien ein Orgelkonzert, ein Auftritt eines Projektchors, Gregorianischer Gesang, eine Autorenlesung, Kirchenrock, Kirchenkabarett und ein Schriftgespräch in Form eines „Bibliologs“ geplant. „Es ist eine breite Palette. Für jeden ist eigentlich etwas da“, ist sich Russ sicher. Auch dass, wie zum Beispiel beim Kabarett, in der Kirche gelacht und geklatscht werde, sei dem lieben Gott sicherlich recht. „Da, wo Menschen aus purer Freude lachen, also nicht andere auslachen, da ist Gott sicher dabei.“

Unter dem Leitwort „Mehr als du siehst“ hatte der Limburger Bischof Georg Bätzing am Vierten Fastensonntag einen Fastenhirtenbrief veröffentlicht. Darin wünscht er sich von den Gläubigen „Neugier und Entdeckerfreude“, um „mutig von Gott und vom Glauben zu sprechen.“ Das darin vorgestellte Leitwort kommt  ebenfalls aus der Pfarrei Liebfrauen. Pastoralreferent Gunnar Bach hatte es vorgeschlagen. Es ist aus insgesamt fast 400 Namensvorschlägen als Leitwort für die Kirchenentwicklung im Bistum Limburg ausgewählt worden.

 

"Es ist eine breite Palette. Für jeden ist eigentlich etwas da." (Pastoralreferent Matthias Russ)